
Der hohe Vorhandaufschlag
Ausgangsstellung: Bevor man überhaupt zur Aufschlagausführung
schreitet, ist darauf zu achten, daß man sich immer an die
selbe Position des Feldes stellt, denn nur so ist gewährleistet,
daß man konstant aufschlägt und mit der Zeit ein Gefühl
für die Länge des Feldes bekommt. Steht man auf "seiner"
Position, nimmt man zunächst eine lockere, schulterbreite Schrittstellung
ein, wobei das Gewicht auf dem rechten, hinteren Fuß ruht,
der dabei fast parallel zum Netz steht. Die linke Hand hält
den Ball in Schulterhöhe weit vor den Körper, während
der rechte Arm mit dem Schläger ebenfalls in Schulterhöhe
nach hinten ausgestreckt wird. Die Schlaghand (mit dem Schläger)
ist in Richtung Handrücken gebeugt.
Ausführung: Nach (und nicht gleichzeitig mit) dem Fallenlassen
des Balles, wird der Schlagarm (relativ dicht am Unterschenkel vorbei)
abwärts beschleunigt, wobei die Schlaghand zunächst noch
etwas weiter abgewinkelt wird. Kurz vor dem Treffen des Balles erfolgt
eine schnellkräftige Einwärtsdrehung des Unterarms (Daumenseite
"geht" in Richtung Körper!) und die Schlaghand mit
dem Schläger wird gestreckt. Neben der Beschleunigung durch
den Arm erfährt der Schlägerkopf so eine sehr wesentliche
zusätzliche Beschleunigung. Mit einem peitschenartigen Schlag
wird der Ball etwa in Höhe des Oberschenkels seitlich vor dem
Körper getroffen. Das Gewicht verlagert sich während der
Ausführung vom rechten auf das linke Bein. Der Schläger
darf unter keinen Umständen aktiv und bewußt gebremst
werden, sondern schwingt nach dem Schlag bis zur anatomischen Grenze
in Höhe des linken Ohres aus.
Zur Beachtung: Auf einem guten Aufschlag baut das ganze
Spiel auf, daher sollte man sich bei jedem Aufschlag aufs Neue konzentrieren.
Fühlt man sich vor der Ausübung des Aufschlags nicht "wohl",
sollte man den Aufschlag noch einmal abbrechen kurz die Beine lockern
und ein- zweimal tief durchatmen!

Der Drop
Ausholphase: In der Ausholphase unterscheidet sich der Drop
nicht vom Clear. Im Gegenteil: es ist sogar äußerst wichtig,
daß alle Schläge in der gleichen Weise eingeleitet werden,
damit dem Gegner keinerlei Hinweise auf die eigene Schlagabsicht
gegeben werden!
Dehnungsphase: Für die Dehnungsphase gilt das gleiche
wie für die Ausholphase: auch hier sollte sich nichts von der
entsprechenden Phase des Clears unterscheiden, obwohl man von der
Härte des Drops her auch ohne Vorspannung auskäme. Dies
gilt auch für die Schlagphase. Hierbei allerdings nur bis zum
Treffen des Balles. Optisch sollte alles genauso aussehen wie beim
Clear (oder noch besser: wie beim Smash). Kurz vor dem Treffen des
Balles wird im Unterschied zum Clear/Smash die Beschleunigung des
Arms und damit des Schlägerkopfes aktiv gebremst. Der Ball
erhält nur noch einen so starken Impuls, daß seine Flugbahn
kurz hinter dem Netz endet. Der Treffpunkt des Balles liegt wie
beim Clear vor dem Körper, wobei der Arm fast vollständig
gestreckt ist!
Ausschwungphase: Durch das aktive Bremsen der Bewegung wird
der Ausschwung entbehrlich. Der Schläger wird sofort in die
Haltung der Grundstellung zurückgeführt (d.h. Schläger
in Brusthöhe!).

Der Clear
Ausholphase: Aus der Grundstellung oder dem vorher erforderlichen
Laufweg heraus, werden der rechte Fuß und die rechte Schulter
zurückgenommen. Der rechte Fuß steht somit fast parallel
zum Netz. Das Körpergewicht ruht auf dem hinteren, rechten
Fuß. Der linke Arm zeigt auf den ankommenden Ball und bildet
zusammen mit den Schultern und dem rechten Oberarm eine Achse. Der
rechte Unterarm und der Schläger zeigen nach oben.
Dehnungs- und Schlagphase: Der Schlägerkopf wandert
in einer schleifenförmigen Bewegung über den Kopf und
die linke Schulter und befindet sich dort am niedrigsten Punkt.
Ober- und Unterarm sind stark nach außen gedreht und das Handgelenk
ist in Richtung Handrücken (also wieder nach außen) gedreht.
Das Gewicht beginnt sich auf das linke Bein zu verlagern und die
Hüfte dreht sich in Schlagrichtung (also Richtung Netz). In
diesem Moment hat der Körper seine höchste (Vor-)spannung
erreicht. Durch eine Drehung des ganzen Körpers in Schlagrichtung
und einem schnellen Anheben des Unterarmes, wird diese Spannung
in eine schnellkräftige Schlagbewegung umgesetzt. Das eigentliche
Treffen des Balles erfolgt mit gestrecktem Arm und etwas vor dem
Körper.
Ausschwungphase: Durch die Wucht des Schlages kann der Schläger
nicht abrupt abgebremst werden. Dies hat zur Folge, daß der
Ausschwung je nach Härte des Schlages neben der linken Körperhälfte
oder erst neben dem linken Bein endet. Anschließend wird der
Schläger wieder auf Brusthöhe angehoben (Ausgangsstellung!).

Der Rückhand-Clear
Ausholphase: Nach einer Drehung auf dem linken Fuß,
wandert der rechte Ellbogen in Brusthöhe dicht am Körper
nach links. Ober- und Unterarm bilden einen rechten Winkel. Das
Handgelenk wird in Richtung Handrücken gebeugt!
Dehnungs- und Schlagphase: Durch eine starke Drehung des
Arms, bei der der Schlägerkopf an der linken Schulter vorbeiwandert,
wird die Dehnungsphase eingeleitet. Nun zeigt der Schlägerkopf
nach unten auf den Boden. Das Handgelenk bleibt weiter Richtung
Handrücken gebeugt! (Man kann nun auf den eigenen Handrücken
schauen) Die Kante des kleinen Fingers zeigt an die Decke und der
Ellbogen in Richtung des ankommenden Balles. Mit schnellem Anheben
des Oberarms beginnt die Schlagphase, die durch die fast gleichzeitige
(und fast vollständige) Streckung des Ellbogens fortgeführt
wird. Durch eine schnellkräftige Außendrehung des Ober-
und Unterarms kurz vor dem Treffen des Balls, wird die benötigte
starke Beschleunigung des Schlägerkopfes erreicht, wobei diese
noch durch den Daumen, der hinter der breiten Seite des Schlägerkopfs
liegt, unterstützt wird.
Ausschwungphase: Die Drehung des Armes setzt sich bis zur
anatomisch vorgegebenen Grenze fort. Der Körper wird durch
einen kräftigen Abdruck des rechten Beins wieder in Richtung
Feldmitte in Bewegung gesetzt. Der Schläger kehrt in die Ausgangsposition
zurück.
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